Vom Gut Panker nach Waterneverstorf

Wir starten am Gut Panker in der Holsteinischen Schweiz. „Das über fünfhundert Jahre alte Gut Panker liegt in Panker im Kreis Plön in der Nähe von Lütjenburg in Schleswig-Holstein. Das Gut befand sich seit dem ausgehenden Mittelalter im Besitz der Familie Rantzau, wurde im Jahre 1739 vom schwedischen König Friedrich aus dem Haus Hessen zur Versorgung seiner unehelichen Söhne gekauft, die dort die Herrschaft Hessenstein begründeten, und ging 1808 an die Kurfürsten von Hessen-Kassel über. Das Gut mit seinen Ländereien und Gebäuden gehört heute der Hessischen Hausstiftung.“ (Quelle: Wikipedia)
Von der zum Gut gehörenden Remise (heute befinden sich dort Ateliers von Künstlern, deren Werke man auch kaufen kann) geht es links den Hügel hinauf. Bereits nach wenigen Metern haben wir einen schönen Blick auf den Großen Binnensee und die dahinterliegende Ostsee.

Weiter geht es über alte Feldwege, bis wir nach 3 km Waterneverstorf erreichen. Der Ort sieht hübsch aus mit seinen alten, teilweise reetgedeckten Fachwerkhäusern. „Waterneverstorf wurde 1433 im Lübecker Kirchenzehntregister das erste Mal erwähnt. Damals wurde es noch Neverstorpe genannt, was wahrscheinlich Dorf des Never bedeutete und auf einen früheren Besitzer gleichen Namens hinwies, möglicherweise ist das Wort Never auch slawischen Ursprungs und bedeutete Dorf der Ungläubigen. … Der Besitz befand sich seit dem Mittelalter im Besitz der uradeligen Familie Rantzau, die zu den sogenannten Equites Originarii zählten und denen eine Vielzahl an Gütern und Adelssitzen im Land gehörten. Unter den Rantzaus wurde auf Neverstorf um 1390 ein befestigter Adelssitz in Form einer Wasserburg errichtet, die mit der Errichtung der Gutsherrschaft im 16. Jahrhundert zum Herrenhaus des Guts wurde.“ (Quelle: Wikipedia) Heute kann man im Herrenhaus Ferienwohnungen beim heutigen Gutsherrn, dem Grafen Waldersee, mieten.

Der Ort grenzt direkt an den Großen Binnensee, an dessen Ufer wir nun 2,5 km entlang laufen. Dann geht es links in den Wald und weiter über Feld- und Waldwege rund um den Plötzenberg. Nun folgt eine kleine Siedlung, die zum Ort Behrensdorf gehört. Unmittelbar am Ortsrand passieren wir die Familiengrabstätte der Grafen Waldersee und durchqueren den angrenzenden Wald. Bei Kilometer 13 erreichen wir wieder die ursprüngliche Route und halten uns links, um zurück nach Panker zu gelangen. Vor dem Hotel und Restaurant „Ole Liese“ endet die Tour.

Runde von Mülheim an der Ruhr

Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung ist die Parsevalstraße in der Nähe des Flughafens Mülheim an der Ruhr.

Von dort geht es entlang eines Feldes mit Blick auf das Luftschiff Richtung Essen. Durch das Naturschutzgebiet Rumbachtal gelangen wir zur Raadter Straße und von dort weiter zur Lilienthalstraße, die den Flughafen Mülheim umfasst.

Wir biegen links ab und folgen der Straße Am Treppchen zur Meisenburgstraße. Dann passieren wir die Außenstelle des Landesumweltamtes mit dem Deutschen Wetterdienst. Leider sind wir etwas zu spät, um den vollautomatisch startenden Wetterballon zu beobachten, der hier täglich aufsteigt.

Weiter geht es entlang des Wäldchens um den Aseybach, das die Wallneyer Straße mit vereinzelten Bauernhöfen vom teuersten Essener Stadtteil Bredeney trennt. Nun erreichen wir die Sternwarte Walter Hohmann. „Walter Hohmann wurde am 18. März 1880 als Arztsohn in Hardheim (Odenwald) geboren. … Ab 1904 war er als Prüfingenieur für Baustatik in Wien, Berlin, Hannover und Breslau und ab 1912 als Stadtbaurat und Leiter der Statischen Abteilung der Baubehörde und der Materialprüfstelle der Stadt Essen tätig. In seiner Freizeit untersuchte Hohmann in den Jahren 1911 – 1915 als erster „unter Anwendung der Gesetze der klassischen Himmelsmechanik, wie groß, wie schwer und wie leistungsfähig ein raketengetriebenes Raumschiff sein müsste, um auf sonnenumrundenden Ellipsenbahnen bei geringstem Energieaufwand zu anderen Planeten zu gelangen. Seine Untersuchungen schlossen dabei nicht nur das primäre Problem des Verlassens des Schwerefeldes der Erde ein, sondern auch die delikate Aufgabe des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre mit super-orbitalen Rückkehrgeschwindigkeiten“ [Wernher von Braun].“ (Quelle: Internetseite der Sternwarte)

Direkt gegenüber der Sternwarte befinden sich Parzellen, die Essener beim Oberschuirshof pachten können, um ihr eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Hier blühen auch herrliche Dahlien und Sonnenblumen.

Wir folgen nun dem Wolfsbach, danach dem Huxoldbach und zuletzt dem Schuirbach. Ein schmaler Pfad bringt uns vom Ruthertal zum Bauer Kammesheidt. Seine Galloway-Zucht beobachtet uns, als wir rasten. Immer am Schuirbach entlang geht es jetzt stetig bergauf. Wir queren die Meisenburgstraße und gehen am gut besuchten Buchholzhof vorbei. Dann folgt ein kleiner Feldweg rechts, der uns unter die Autobahn A 52 führt. Am Hof Roßkothen nehmen wir links die Klingenburgstraße. Der muntere Bach neben dem Weg heißt Rossenbeck. Über den Bollenberg erreichen wir das Bauernhofcafé der Familie Felchner. Hier herrscht Hochbetrieb. Der Kuchen mit Beeren aus eigenem Anbau ist noch ofenwarm und den Kaffee gibt es kostenlos nachgeschenkt. Wir stärken uns für die letzten 2 Kilometer. Auf der Horbeckstraße umrunden wir wieder den Mülheimer Flughafen und gelangen dann über ruhige Anliegerstraßen zurück zum Auto.