Die richtige Kleidung

Wir wandern zwar nicht im strömenden Regen, aber auch im Winter bei Kälte. Ganz wichtig, um sich nicht zu erkälten, ist die richtige Kleidung. Hier achten wir auf das Zwiebelprinzip.

Die erste Schicht: Funktionsunterwäsche

Im Sommer kurze Garnitur, im Winter lang und bei sehr niedrigen Temperaturen in der Ski-Version mit angerauhter Innenseite. Wichtig: stets Funktionswäsche nehmen, damit die Feuchtigkeit vom Körper weg transportiert wird.

Die zweite Schicht: Funktionsshirt und -hose

Im Sommer tun es die handelsüblichen Funktionshosen und -shirts. Im Winter nehmen wir Thermo-Wanderhosen und Ski-Rollis mit Funktionsausstattung. Auch diese Schicht muss Feuchtigkeit nach außen transportieren können.

Die dritte Schicht: Kälteschutz

Ist es etwas kühler, ist eine Fleecejacke angebracht. Je nach Außentemperatur im Winter verzichten wir auch schon mal darauf und legen direkt Lage 4 an.

Die vierte Schicht: Regen- und Wetterschutz

Im Sommer tut es die ungefütterte Funktionsregenjacke. Im Winter greifen wir auf unsere Ski-Anoraks zurück, die auch bei kurzen Schauern ausreichend Wetterschutz bieten und schön wärmen.

Eine gute Zusammenfassung der wichtigsten Regeln findet ihr auch hier.

Drei-Städte-Tour von Essen-Borbeck

Heute ist der Himmel stark bewölkt und mit 5°C ist es recht frisch. Raureif haben wir allerdings nicht, dafür Windstille.

Wir fahren durch die Stadt ins Zentrum von Essen-Borbeck und möchten unsere heutige Tour am Marktplatz beginnen. Dort kann man allerdings nur kostenpflichtig maximal 2 Stunden parken. Also fahren wir weiter zum Schnitterweg, wo wir kostenlos unbegrenzt parken können. In dieser Seitenstraße beginnt unsere Wanderung.

Wir laufen durch einige Wohnstraßen mit schmucken Häusern und hangeln uns dann von Siepen zu Siepen durch die diversen Grüngürtel von Essen-Borbeck. So überqueren wir über einen kleinen Steg den Pausmühlenbach (nicht vom Hinweis der Stadt Essen am Eingang zum Bachtal irritieren lassen), folgen dann dem Weg weiter und gelangen über die Flurstraße zur Borbecker Dampfe. Wir unterqueren die S-Bahn-Linie am Bahnhof Essen-Borbeck und landen wieder auf dem Marktplatz. Von dort führt ein Weg links auf den Borbecker Anschluss zur ehemaligen Rheinbahntrasse, der heute ein gut ausgebauter Fahrradweg ist. Diesem Anschluss folgen wir zunächst 2,2 km, bevor wir uns rechts halten und weitere 1,3 km direkt auf der Rheinbahntrasse zurücklegen. Heute begegnen uns hier nur ein paar Jogger und vereinzelte Fahrradfahrer. Bei wärmeren Temperaturen allerdings wird es hier sicher voll.

Nachdem wir den Radweg verlassen haben und uns rechts auf den Wanderweg begeben, gelangen wir ins Naturschutzgebiet Kamptal. Hier gibt es einige Hundebesitzer auf Ausgang und gut ausgebaute Wege. Unser Pfad führt durch das mit Bäumen bewachsene idyllische Tal und endet nach einem Friedhof auf der Heißener Straße. Weiter geht’s über die Antoniusstraße und einige Anliegerstraßen in ein wunderschönes Tal am Ende des Bergkamps. Hier ist es fast ländlich und sehr ruhig. Die geschmackvollen Einfamilienhäuser fügen sich gut in die Landschaft ein. Es folgt ein kurzes Stück durch ein Neubaugebiet und wir queren die Aktienstraße.

Der folgende Abschnitt führt uns immer entlang des Hexbaches durch das Naturschutzgebiet Hexbachtal. Wir treffen einen Fischreiher, mehrere Hundebesitzer und 2 Reiter. Eine Kuriosität entdecken wir am Ende des Hexbachtals im Gänseweg auf einem Pferdehof: Werbung für die Überführung Verstorbener in historischen Begräbniskutschen.

Weiter geht’s auf der Straße Hexberg nach Mülheim an der Ruhr  und Oberhausen bis zum Lepkeshof, wo wir uns mit hausgemachten Marmeladen und Honig vom Oberhausener Imker eindecken. Der Hofladen bietet aber neben frischem Obst und Gemüse auch Käse von einem kleinen Betrieb, hausschlachtene Wurst und Schinken sowie allerlei getrocknete Früchte, Maronen und Nüsse. Einige Anwohner bestellen Ihre Festtagsgänse und –enten für den Weihnachtstag und es wird auch Lachsforelle und Forelle zu den Feiertagen angeboten. Leider gibt es kein Hofcafé zum Einkehren.

Diese Möglichkeit bot sich kurz vor dem Hof an der Straße Hexberg mit der Talschänke. Das direkt am Weg gelegene Speiselokal „Liebling“ fanden wir dagegen beim Blick auf die Karte arg teuer. Hier kann man im Sommer allerdings gut im Biergarten rasten und vielleicht etwas trinken.

Nach unserem kleinen Einkauf folgt die Route dem Läppkesmühlenbach, bevor wir die Frintroper Straße erreichen. Hier herrscht viel Verkehr, aber dieser Abschnitt ist mit insgesamt 500 m auch recht kurz. Über einige Wohnstraßen gelangen wir auf den Schildberg. Das ist für heute die höchste Erhebung auf unserem Weg. Weiter geht’s über die Pfarrstraße in den nächsten Grüngürtel. Wir queren den Barchembach und gelangen zurück auf den Schnitterweg, wo unser Auto wartet.

Rund um den Harkortsee

Das Wetter an diesem Morgen ist leicht bewölkt und mild mit 10°C. Es weht ein spürbarer Wind.

Wir erreichen nach 45 Minuten Fahrzeit das Zentrum von Wetter (Ruhr) und parken in der Bahnhofstraße für 2 Stunden kostenlos. Eine bessere Parkmöglichkeit entdecken wir kurz nach Beginn unserer Tour am städtischen Archiv. Die kostenlosen Parkplätze dort sind zeitlich unbegrenzt.

Wir verlassen den Ortskern und gelangen nach kurzer Zeit zur Burg von Wetter. Dort hat man einen schönen Blick auf den Harkortsee, aber auch die typische Kulisse des Ruhrgebiets: rechts und links Industrieanlagen, geradeaus Dauercamper. Dat passt!

Wir erreichen nach dem kurzen Abstieg von der Burg das Seeufer und halten uns nun links. Der See ist sehr flach und wir können viele Wasservögel beobachten. Der Weg ist für Fußgänger naturbelassen und eben. Der Fahrradweg sofort angrenzend ist asphaltiert. Uns begegnen an diesem Morgen nur sehr wenige Fußgänger und Radler. Es ist hier nicht überlaufen.

Nach etwa 5 km kommen wir zum Viadukt der Eisenbahn. Kurz darauf folgen auch schon die ersten Häuser der Nachbargemeinde Herdecke. Schicke Wohnungen direkt am Seeufer sind erst kürzlich entstanden, einige sind auch noch im Bau. In einem der neuen Häuser ist das Café Extrablatt untergebracht: eine gute Möglichkeit zu rasten und einzukehren.

Das lassen wir heute mal ausfallen und nehmen nun eine stark befahrene Straße, die uns über die Ruhr ans andere Seeufer bringt. Nachdem wir sofort wieder rechts auf den Wanderweg eingebogen sind, gehen wir nun ein Stück auf dem Jakobsweg. Wir erreichen erneut den Eisenbahnviadukt und kurz darauf verlassen wir das Seeufer, um das dort befindliche große Klärwerk zu umrunden. Dann führt der Weg weiter links in ein Waldstück, weg vom See.

Als wir den Wald verlassen, öffnet sich der Blick auf Felder und ein Industriegebiet von Herdecke. Schöner ist der Blick rechts über den See zur Altstadt von Wetter. Der Rest des Weges zurück zur Bahnhofstraße führt entlang der Regionalbahnstrecke, über eine Brückenbaustelle und die Kaiserstraße von Wetter zurück zum Ausgangspunkt der Tour.