Starzlachklamm und Bachteltobel

Ausgangspunkt unserer heutigen Tour ist der Parkplatz der Starzlachklamm in Winkel, einem Ortsteil von Sonthofen. Dort parken wir und machen uns auf den Weg zum Eingang der Klamm. Zunächst begleitet uns die Starzlach als etwas breiterer ruhiger Fluss mit einem von Laubbäumen gesäumten Ufer. Vom Eingang der Klamm ab wird es aber ein reißender Bach, der sich durch die enge Klamm windet. Wir haben schöne Ausblicke auf Wasserfälle, in sonnenbeschienene Laubwälder und auf Treibholz, dass sich hier verfangen hat. Die Klamm ist mit Bergschuhen gut zu begehen. Wir sehen aber auch einige Radler, die den nassen und teilweise rutschigen Weg mit normalen Turnschuhen ohne grobes Profil begehen.

Am Ausgang der Klamm kommen wir über eine Wiese zum Berggasthof Alpenblick, wo wir für eine Brotzeit einkehren. Heute bei Föhn und 20°C weht ein kräftiger warmer Wind aus dem Tal auf die sonnige Terrasse. Der Gasthof liegt an den Hängen des Grünten. Zu diesem Berg finden wir auf Wikipedia Folgendes: „Der Grünten ist ein 1737,9 m ü. NHN hoher Bergrücken der Allgäuer Alpen. Er liegt bei Burgberg im Allgäu im bayerischen Landkreis Oberallgäu. Aufgrund seiner markanten Lage direkt am Alpenrand trägt der Grünten den Beinamen Wächter des Allgäus. Sein Hauptgipfel heißt Übelhorn. Auf der Gipfelregion befinden sich ein Gebirgsjägerdenkmal und der Sender Grünten, dessen Turm von weithin sichtbar ist. … Am Südfuß liegt die Starzlachklamm. … Im Unterschied zu den meisten anderen Bergen der Allgäuer Alpen wurde der Grünten bereits im Mittelalter von Einheimischen und auch von Gästen bestiegen. Anfang des 16. Jahrhunderts soll der Berg von Kaiser Maximilian I. bezwungen worden sein. Vom Augsburger Fürstbischof Clemens Wenzeslaus ist eine besonders originelle Grüntentour überliefert. Im Jahr 1773 hat dieser sich mit Hilfe von 56 einheimischen Bauern in einem gepolsterten Tragsessel auf den Gipfel befördern lassen. Am Grünten wurde von 1471 bis ins späte 19. Jahrhundert Erz abgebaut. Die Stollen waren aber wegen Einsturzgefahr bis 2006 nicht mehr begehbar. Seitdem sind mehrere Schaustollen mit Führung zur Begehung freigegeben. Bei Burgberg im Allgäu gibt es die Erzgruben-Erlebniswelt, ein Museumsdorf zum Thema Bergbau.“

Nach der Rast folgen wir ein Stück der Versorgungsstraße vom Gasthof und wollen uns dann links halten, um zum Parkplatz zurückzukehren. Dieser Weg nach Winkel ist jedoch gesperrt. Wir folgen also noch ein gutes Stück der Fahrstraße und biegen dann links ab auf den Bachtel-Tobelweg. Dieser Weg bietet wunderschöne Fotomotive vom Bachtel-Bach, der in die Gemeinde Burgberg führt. „Namensgebend für die Gemeinde ist die Burg am Berg, die heutige Burgruine Heimenhofen am südöstlichen Ortsausgang. Bereits 1140 war diese Burg Sitz des Burkhart von Burgberg. Von 1351 bis 1536 war sie Sitz der Herren von Heimenhofen. Burgberg im Allgäu gehörte zum Hochstift Augsburg. Seit der Säkularisation von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.“ (Quelle: Wikipedia)

Über Köpfleweg, Heimenhofenstraße und schließlich die Edelweißstraße verlassen wir Burgberg und kehren zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück.

Über Freibergsee und Hochleite zur Skiflugschanze

Von Oberstdorf-Mitte nehmen wir zunächst den Sebastian-Kneipp-Weg durch den Kurpark und dann am Hotel Fuggerhof vorbei in die Wiesen. Dann halten wir uns rechts, um auf einem steilen Weg zum Freibergsee zu gelangen. Hier gibt es eine Gastronomie und ein Freibad, das vor allem im Sommer sehr beliebt ist. Heute überholen uns aber nur ein paar Einheimische auf Ihren Mountainbikes. Dann halten wir uns erneut rechts und folgen dem steilen Aufstieg Richtung Berggasthof Hochleite. Dort kommen wir nach 45 Minuten an und haben uns eine Pause und die Brotzeit redlich verdient. Immer mehr Gäste besuchen den Gasthof, vor allem vom Söllereck-Gipfel kommend, wo ein schöner Wanderweg bergab führt.

Wir verlassen den Gasthof und gehen über Schwand zurück Richtung Freibergsee. Kurz vor dem See halten wir uns erneut rechts und besichtigen das imposante Bauwerk der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Auf der Internetseite des Bauwerks lesen wir zur Geschichte Folgendes: „1949 Ursprünglich wurde diskutiert, ob die Schattenbergschanze großzügig umgebaut werden soll. Aber das legendäre Oberstdorfer Springertrio Toni Brutscher, Sepp Weiler und Heini Klopfer machten den jetzigen Hang der Skiflugschanze ausfindig und entschieden sich eine absolute Neuheit in Deutschland zu schaffen. Der Bau der Heini-Klopfer-Skiflugschanze war beschlossene Sache. Ein Zitat lautete: „Die Anlage die wir schaffen, soll alles Bisherige übertreffen.“ In nur fünf Monaten Bauzeit standen das Anlaufgerüst und die gesamte Anlage. Am 10. Dezember war Hebauf. Am 02. Februar 1950 war es dann soweit. Der Schanzenarchitekt und Skispringer Heini Klopfer wagte den ersten Sprung von der fertigen Skiflugschanze. Er flog auf 90 Meter. Er verbesserte sich noch auf 107 m. Seine Kameraden des Springer-Trios folgten und erreichten Höchstweiten am Premierentag. Toni Bruscher 112 m und Sepp Weiler mit 115 m. Vom 26. Februar bis 05. März 1950 fand dann die erste internationale Skiflugwoche statt. Von Oberstdorfs größtem Skifest wurde in die ganze Welt berichtet. Rund 170.000 Besucher waren live vor Ort. Der Schanzenrekord und gleichzeitig damaliger Weltrekord wird von Dan Netzell (SWE) geflogen und lag bei 135 Metern. … 2016 startete der große Umbau an der Skiflugschanze. Um weiterhin die Sicherheit der Sportler und der Zuschauer zu gewährleisten, waren einige Umbaumaßnahmen notwendig. Der bestehende Schanzentisch wird auf eine Länge von 45 m abgebrochen. Der neue Schanzentisch wird 7,50 m zurück und 5,00 m höher gesetzt und als Stahlkonstruktion auf dem bestehenden Spannbetonbauwerk des Anlaufturmes aufgesetzt. Am Schanzenkopf werden die Räumlichkeiten erweitert. Das Profil des Aufsprunghanges wird neu modelliert und an die Anforderungen einer hangnahen Flugkurve angepasst. Der Auslaufbereich wird vergrößert und eine Tribünenanlage mit Geländestehplätzen errichtet. Für Großveranstaltungen kann diese temporär auf den umliegenden Geländeflächen erweitert werden.“ Wir werden zur Skiflug-WM 2018 die besten Athleten live am Auslaufbereich beobachten und freuen uns schon sehr auf dieses Ereignis. Der Schrägaufzug an der Schanze bietet uns heute eine bequeme Möglichkeit, knieschonend die letzten Höhenmeter ins Tal abwärts zu gelangen. Über den Renksteg und die Wiesen kehren wir zurück nach Oberstdorf.

Über die Söllereck-Talstation zum Berggasthof Bergkristall

Wir verlassen Oberstdorf über die Weststraße und überqueren an der Landstraße die Stillach. Dann führt ein steiler Pfad bergauf in den Ortsteil Reute. Von hier haben wir einen sehr schönen Blick auf unseren Ferienort.

An der Landstraße entlang geht es weiter Richtung Kornau. Wir halten uns rechts und nach insgesamt 3 Kilometern erreichen wir die ersten Häuser dieses Ortsteils. „Der beschauliche Ort Kornau, der auf einem Rücken zwischen Stillach- und Breitachtal liegt, begeistert mit seinem herrlichen Postkartenpanorama in die Oberstdorfer Bergwelt vom Rubihorn bei Reichenbach bis zum Allgäuer Hauptkamm in den südlichen Tälern. … Auch in Kornau selbst gibt es viel zu sehen und zu entdecken: in der Ortsmitte steht die Kapelle St. Fabian und Sebastian. Die 2006 renovierte Kapelle verbirgt viele Kunstschätze aus unterschiedlichen Epochen. Unweit des Ortszentrums befindet sich das Paul-Bonatz-Haus, das zum einen eine Dauerausstellung zum Leben und Wirken des Stuttgarter Architekten beheimatet. Zum anderen erstreckt sich in dem kleinen Anwesen ein Museum zu Ehren des Heimatdichters Arthur Maximilian Miller. Doch vor allem besticht Kornau mit seinem gemütlichen Dorfflair, das in den kleinen Gassen rund um die Kapelle spürbar ist.“ (Quelle: Internetseite von Oberstdorf)

Nachdem wir erneut die Landstraße ins Kleinwalsertal überquert haben, erreichen wir nach 4,5 Kilometern die Talstation der Söllereck-Bergbahn. Hier gibt es neben verschiedenen Einkehrmöglichkeiten auch eine tolle Sommerrodelbahn. Mit dieser und weiteren Attraktionen wird der Berg zum Familiengipfel.

Ein schöner, teilweise schattiger Wanderweg bringt uns nach etwa 10 Minuten zum Berggasthof Bergkristall. Hier kehren wir für ein kühles Getränk ein. Die Außenterrasse bietet besten Blick auf die Oberstdorfer Bergwelt mit Rubihorn, Nebelhorn und den südlicher gelegenen Gipfeln.

Nach der Rast geht es 1,5 Kilometer durch teilweise schattige Laubwälder zurück Richtung Oberstdorf. Wir passieren die Privatklinik Stillachhaus und den Energieplatz am Naturhotel Waldesruhe. Oberstdorf-Event schreibt Folgendes: „Im Jahr 1994 wurde der Energieplatz Oberstdorf von dem Allgäuer Wünschelrutengänger Meinhardt entdeckt und im Frühjahr 1995 von Dipl. Chemiker Karl-Heinz Kerll wissenschaftlich untersucht. Durch unterirdische Wasserläufe und erdgeschichtliche Verwerfungen werden Schwingungen und Vibrationen an die Erdoberfläche abgegeben, die der menschliche Körper in Form von Energie aufnehmen kann. Dieser Energiezuwachs wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und kann Selbstheilungsmechanismen auslösen und unterstützen.“

Wir haben auch ohne Besuch des Energieplatzes noch genug Power für den Rückweg in den Ort über die Weststraße und erreichen nach etwas mehr als 9 Kilometern wieder den Ausgangspunkt unserer heutigen leichten Tour.