Durch den Köllnischen Wald in Bottrop

Wir lassen das Auto am Naturdenkmal Herzogbuche auf dem Wanderparkplatz Herzogstraße stehen, streifen die Franz-Haniel-Siedlung und folgen den Hinweisschildern zum Kreuzweg über die Halde Haniel. Die Halde ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Radlern und Mountainbikern.

Wieder am Fuß der Halde angekommen halten wir uns links. Die Fernewaldstraße ist hier ein geschotterter Fußweg und führt direkt am Saum des Waldes entlang. Nach 6 Kilometern biegen wir rechts ab ins Naturschutzgebiet Köllnischer Wald und passieren auf weichen Waldwegen den mäandernden Spechtbach. Nach 8 Kilometern sind wir wieder am Ausgangspunkt unserer Tour angekommen.

Vom Gasthof Berger um den Movie-Park

Heute starten wir in Bottrop-Feldhausen, einem eher ländlichen Stadtteil Bottrops im Norden des Ruhrgebiets. Auf einem der nahen Bauernhöfe decken wir uns zuvor mit frischen Beeren und Obst ein, bevor es vom Gasthof Berger aus auf Wandertour geht.

Wir queren die Eisenbahntrasse und gelangen direkt zum Freizeit-Park Schloss Beck. „Schon im 15. Jahrhundert gab es ein Wasserschloss „Haus Beck“. Das heutige Gebäude errichtete 1766 bis 1771 der bekannteste westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun als Lustschloss (Maison de Plaisance) für Friedrich Florenz Raban von der Wenge (1702–1775). Zum Ende des 18. Jahrhunderts betrieb Freiherr Clemens August von der Wenge, Sohn des Bauherrn, auf dem Gutshof eine Schnapsfabrik. Nach dem Tod von dessen Sohn Friedrich Florens Raban von der Wenge († 1850) erbten es die Nachfahren von dessen Schwester Maria Franziska (1775–1800) und ihres Ehemannes Maximilian Werner von Wolff-Metternich. Im Jahre 1958 kaufte das Bergbauunternehmen Hibernia das Areal mit dem Schlossgebäude. Im Jahre 1966 erwarb Karl Kuchenbäcker das stark verfallene Schloss und begann, einen Familienfreizeitpark zu errichten, unter anderem um die Kosten für die Restaurierung zu decken. Nach alten Plänen wurden seitdem sämtliche Gebäude und das Portal am Eingang in den Originalzustand zurückversetzt. Heute gehört das Schloss zu den schönsten erhaltenen Spätbarock-Baudenkmälern Westfalens und steht unter Denkmalschutz. Der das Schloss umgebende Park wurde ab den 1960er Jahren in einen Freizeitpark umgewandelt. Als Zielgruppe werden vor allem Familien mit kleineren Kindern angesprochen. Es gibt viele klassische Kinderspielgeräte wie Klettergerüste, Schaukeln und Rutschen.“ (Quelle: Wikipedia)

Mit Blick auf die Anlagen des nahen Kraftwerks Scholven geht es jetzt die Scholvener Straße entlang. Der Fünfhäuser Weg bringt uns zur Halde Scholver Feld, 145 m hoch. Von dort reicht der Blick weit ins Land und über uns kreisen 3 Falken auf Nahrungssuche.

Von der Ulfkotter Straße kommend biegen wir links auf einen breiten baumgesäumten Wanderweg, dem wir zur Buerelter Straße und ins Naturschutzgebiet Möllers Bruch folgen. Jetzt sind wir auf Gladbecker Stadtgebiet. Kurz darauf hören wir schon die Besucher des nahen Movie-Parks, eines weiteren großen Freizeitparks für Jung und Alt. Etwa einen Kilometer gehen wir entlang des Parks und seiner Versorgungseinrichtungen. Dann queren wir wieder die Eisenbahntrasse und sind zurück am Gasthof Berger.

Von Oberhausen um den Heidesee

Heute Morgen ist es wieder sonnig und mit -4°C sehr frisch. Wir beginnen unsere Tour am Höhenweg in Oberhausen und biegen nach einem kurzen Stück Straße sofort in das Naturschutzgebiet Hiesfelder Wald. Nach etwas mehr als 2 km Wanderung durch den lichten Wald erreichen wir den völlig naturbelassenen Rotbach. Er schlängelt sich durch den Forst und bietet Pflanzen und Tieren Nahrung.

Nach weiteren 3 km erreichen wir den Heidesee, eine ehemalige Kiesgrube. Er ist fast vollständig zugefroren und hat nur noch eine kleine Öffnung in der Mitte, um die sich zahlreiche Wasservögel scharen. Der Weg um den See ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Anwohner und so wundert es nicht, dass wir viele Familien, Hundebesitzer und auch einige Radfahrer treffen. Nun befinden wir uns im Naturschutzgebiet Kirchheller Heide in Bottrop, das insgesamt etwa 2000 ha groß ist und etwa 100 km markierte Rad- und Wanderwege beinhaltet.

Nach insgesamt 8 km erreichen wir das nächste Biotop: den an dieser Stelle etwas breiteren Elsbach. Wir queren den Bach und gelangen über den Hermann-Löns-Weg zum Heidhof. „Der Eigenbetrieb des Regionalverbandes Ruhr hat den Heidhof und 2.000 Hektar Wald in den 1970er Jahren erworben und zum attraktiven Anziehungspunkt für
Ausflügler umgebaut. Zuvor war der Hof ein ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb des Industriellen Grillo, errichtet 1908. Heute ist der RVR-Heidhof ein Zentrum für Umweltbildung sowie ein Forst- und Pflegestützpunkt.“ (Quelle: metropoleruhr.de) Der Hof liegt in unmittelbarer Nähe zum Heidhofsee, dem nördlichsten Punkt unserer Tour. Hier wurde früher Quarzsand abgebaut, heute bietet er Platz für viele seltene Arten.

Entlang des ebenfalls völlig naturbelassenen Schwarzbachs führt die Route nun zurück nach Süden. Über diverse Waldwege gelangen wir wieder nach Oberhausen zur Franzosenstraße. Wir laufen etwa 1 km entlang der Straße und sind nun am Ziel angekommen.