Gennebrecker Rundwanderweg

Bei diesem tollen Wetter machen wir eine Tour in der Elfringhauser Schweiz auf dem Gennebrecker Rundwanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins. Im Sprockhöveler Ortsteil Herzkamp gibt es einen Wanderparkplatz für das Auto.

Die Wege führen durch lichten Laubwald, aber auch Nadelwald. Der schönste Abschnitt der Tour führt zum und am Deilbach entlang. Unterwegs muss man mit Reitern und Mountainbikern rechnen.

Leider hat der Landgasthof „Auf dem Brink“, wenige Schritte vom Ziel entfernt, dauerhaft geschlossen. Eine Alternative bietet 400 Meter weiter die Gaststätte „Spitzbub“.

Von der Winkelsmühle zum Gasthaus Im Kühlen Grund

Wir starten an einem bewölkten Morgen bei 1°C Außentemperatur. Nach 30 Minuten erreichen wir den Wanderparkplatz Winkelsmühle in Mettmann, wo unsere heutige Tour beginnt.

Wir laufen bergab direkt zur Mühle, deren Mühlrad sich aufgrund der gut gefüllten Düssel gut bewegt. Die Niederschläge der vergangenen 2 Tage haben die Düssel anschwellen lassen. Wir folgen dem Fluss und gelangen über die Straße Diepensiepen ins Neandertal. Wald und Weiden wechseln sich ab.

Nachdem wir den Rehbockbach überquert haben, erreichen wir den Wildpark Neandertal. Hier weiden Auerochsen und Schautafeln erklären alles Wichtige über diese Urviecher. An die Auerochsen-Weide schließt sich nach einem kurzen Abstecher in den Wald das Wisent-Gehege an. Es gibt eine Aussichtsplattform, von der wir die Tiere gut beobachten können. Hier treffen wir auch einige Spaziergänger aus der nahen Siedlung.

Im Wald finden wir dann die Werkstatt des Neanderthal-Museums, wo Kinder alles Wissenswerte über die Steinzeitmenschen erfahren und selbst Werkzeuge unserer Vorfahren basteln und ausprobieren können. Von der Werkstatt führt der Wanderweg ein kleines Stück entlang des Kunstwegs MenschenSpuren zurück zur Düssel und weiter zum Neanderthal-Museum. Wir kommen vorbei am Kunstwerk der Franzosen Anne und Patrick Poirier mit dem Namen Memoria Mundi, das wir hier fotografiert haben.

Am Neanderthal-Museum angelangt halten wir uns rechts und folgen nun dem Mettmanner Bach parallel zur stark befahrenen Talstraße. Erst nach der Unterquerung des Südrings halten wir uns wieder rechts und der Verkehrslärm der Landstraße verebbt langsam.

Jetzt geht es entlang des Hellerbrucher Baches bergauf über ausgedehnte Felder zurück zur Düssel. Unterwegs passieren wir eine alte Hofstelle (Am Schragen), die erstmals 1448 urkundlich erwähnt wurde als abgabenpflichtig an das Kloster Gräfrath. Hier entstand gemäß Unterlagen von 1791 eine Leinentuch-Weberei, die bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts in Betrieb war. (Quelle: ein Schild am Zaun zum Gehöft)

Nach den Feldwegen gelangen wir wieder in einen Wald und an einer Gabelung führt links ein Abzweig zur Gaststätte Im Kühlen Grund. Wir nehmen uns vor, diesen Weg im Sommer erneut zu gehen und dann dort im Biergarten einzukehren. Nun sind es nur noch wenige hundert Meter, bis wir am Ausgangspunkt unserer Tour ankommen und unser Ziel für heute erreicht haben.

Von Wuppertal zum Landgasthof Auf dem Brink

Es ist Samstagmittag halb 12. Die Temperatur liegt bei 4°C und die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel.

Wir starten nach 40 Minuten Fahrt in einer ruhigen Anliegerstraße in Wuppertal, Zum Lohbusch. Hier gibt es wenige freie Parkplätze, aber eiwp_20161203_11_31_10_rich1ner genügt uns ja. Die Tour startet direkt an den letzten Wohnhäusern und führt durch den Wald bergab zum Deilbachweg. Der Raureif macht die asphaltierten Stücke sehr glatt. Hier ist Vorsicht geboten.

 

Im Deilbachtal angekommen biegen wir links ab und nehmen einen
Wanderweg. Der mündet nach einiger Zeit auf eine kleine Straße. Hier hat man einen schönen Blick über die Felder und Hügel der Elfringhauser Schweiz. Bei Sonnenschein macht dieser Abschnitt doppelt Spaß.

Nach dem Überqueren der Felderbachstraße führt die Anliegerstraße weiter in Richtung Sprockhövel. Wir biegen rechts ab und landen auf einem Forstweg Richtung Sprockhövel-Herzkamp. Dieser Forstweg führt an einem Bauernhof mit Rinderhaltung und 2 Wohnhäusern vorbei. Nach insgesamt 6 km erreichen wir „Herzkamp-Downtown“ und den Landgasthof Auf dem Brink, wo wir einkehren.

Das Lokal hat sich der Slow-Food-Bewegung verschrieben. Die Einrichtung ist in die Jahre gekommen, aber gemütlich. Im Gastraum mit der Theke finden wir in einer Nische Platz. Der Hausherr kocht, seine Frau mit Schweizer Akzent macht den Service. Wir wählen das 3-Gang-Überraschungsmenü für sehr faire 19,90 € pro Person. Wir sind leider die einzigen Gäste im Lokal. Aber bei wärmeren Temperaturen und vielleicht an einem Sonntagmittag wird die ideale Lage an den Wanderwegen der Elfringhauser Schweiz mehr Gäste anlocken. Wir können das Lokal guten Gewissens weiterempfehlen und brechen gestärkt auf.

 

Weiter führt uns der Weg entlang des Herzkamper Friedhofs. Wir queren die Barmer Straße und laufen den Mettberg entlang Richtung Wuppertal.

 

wp_20161203_14_44_28_rich1Nachdem wir auch die Elberfelder Straße überquert haben, kommt der schönste Teil der Tour – der Weg entlang des Deilbachs. Der schmale Pfad führt am Waldsaum entlang des kleinen Bachlaufs und ist etwa 900 m lang.

An seinem Ende gelangen wir wieder auf den Deilbachweg. Nun gilt es, den Berg zur Straße Zum Lohbusch zu bewältigen. Auf dem „Gipfel“ wartet dann unser Auto.