Baldeneysee – Runde von Essen-Kupferdreh

Heute machen wir eine kleine Runde durch Heisingen. Ausgangspunkt ist das Gewerbegebiet Prinz Friedrich in Essen-Kupferdreh.

Vorbei an den Lokschuppen der Hespertal-Museumsbahn wechseln wir auf die Heisinger Seite des Baldeneysees. Erst folgen wir der Ruhr. Dann halten wir uns links und nehmen die Nebenstraßen durch den Heisinger Ortskern bis zur Carl-Funke-Straße über dem Baldeneysee. Wir passieren die Kleingartenanlage „Carl Funke“ und das alte Bockgerüst gleichnamigen der Zeche. Jetzt sind wir am Uferweg angekommen, dem wir 2 Kilometer bis zum Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen folgen. Auf einem Nebenarm der Ruhr sonnen sich Schildkröten auf umgestürzten Bäumen und die Kormorane warten auf Nahrung.

Noch einen Kilometer geht’s weiter auf dem Uferweg, bis wir über die alte Eisenbahnbrücke zurück zum Ausgangspunkt in Kupferdreh gelangen.

Kupferdreher Rundwanderweg

Wir bereiten uns auf unseren bevorstehenden Urlaub in den Bergen vor und haben uns für heute eine längere Tour durch den hügeligen Essener Süden vorgenommen. Ausgangspunkt ist der Alte Bahnhof Kupferdreh. „Der Königlich Preußische Bahnhof zu Kupferdreh in Essen-Kupferdreh wurde 1898 an der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn eröffnet.“ (Quelle: Wikipedia)

Zunächst laufen wir parallel zur Byfanger Straße stetig bergauf durch ruhige Wohnstraßen. Bei Kilometer 4 befinden wir uns bereits auf Hattinger Stadtgebiet und queren die Niederweniger Straße. Von hier können wir einen Blick auf das schöne alte Schulgebäude von Byfang werfen. „Seit 1769 gab es in Oberbyfang einen ersten Schulbetrieb. Der Unterricht wurde jeweils in den Gehöften erteilt, der Schulmeister dort auch beköstigt und bezahlt. Schulpflicht gab es noch nicht, aber die Anfänge der Industrie durch den aufkommenden Bergbau gegen Ende des 18. Jahrhunderts forderten geschulte Kräfte. In dieser Zeit baute man das erste Schulhaus mit einer gemischten Klasse. Später wurde ein neues Schulgebäude errichtet, das schließlich vier Klassenräume und eine Lehrerwohnung hatte. Heute ist dieses Gebäude, das noch bis 1968 als Schule diente, ein Wohnhaus.“ „Das Wort Byfang kommt sprachlich von befangen bzw. umfangen und bezeichnete eine Siedlung, die von einem Grundherren in einem Waldgebiet angelegt worden ist.“ (Quellen: Wikipedia)

Über schmale Pfade und bewaldete Höhen gelangen wir zum Deilbach. Weiter geht es bergauf und bergab. Bei Kilometer 11 erreichen wir das Naturschutzgebiet Asbachtal. Wir beobachten Raubvögel, die sich gegenseitig das Revier streitig machen und ein Eichhörnchen, das sich durch uns gestört fühlt.

Ein kurzes Stück gehen wir auf der Rodberger Straße, bevor wir links auf einen Feldweg abbiegen. Bei Kilometer 17 passieren wir das frühere Kutel-Gelände, auf dem heute eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge untergebracht ist. „Von 1967 bis 1990 befand sich im Bereich südlich der Hammer Straße der Molkereibetrieb Kutel. Er gehörte der Rhein-Ruhr Milchhof eG Essen. In den 1960er Jahren, als Kleinbetriebe mit wenigen Tieren Existenzprobleme bekamen, taten sich über 100 Landwirte aus dem Ruhrtal zusammen, um auf freiem Feld am Overhammshof eine Stallanlage für 2000 Milchkühe samt Abfüllanlage und Verwaltungstrakt zu errichten. Vorbild waren dänische Anlagen. Die Bauern selbst wollten sich dann auf den Futteranbau und die Kälberzucht konzentrieren. Es gab Ställe mit Freianlagen, Lagerhallen und das Melkkarussell, in dem die Kühe gemolken wurden. Der Name des Unternehmens war abgeleitet von Kuh-Hotel. Vorstandsvorsitzender war Wilhelm Mintrop. Ende Mai 1967 wurde das Richtfest gefeiert. Das Kutel war der größte Betrieb dieser Art in Europa.“ (Quelle: Wikipedia)

Von der Hammer Straße kommend gelangen wir bei Kilometer 19 ans Ufer des Baldeneysees. Wir folgen über einen Kilometer lang dem Uferweg und halten uns dann rechts, um über Teile des Bergischen Wegs und durch das Gewerbegebiet der früheren Zeche „Prinz Friedrich“ zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Um den Baldeneysee

Nachdem es gestern Abend und in der Nacht ordentlich geregnet hat, entscheiden wir uns heute spontan für eine Asphaltrunde um den Baldeneysee. Der Morgen ist sonnig und wir haben 6°C, als wir an der Sporthalle in Kupferdreh starten.

Der Weg führt nach dem Bahnhof der Hespertalbahn direkt am Seeufer entlang. Zunächst noch neben neu gebauten Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern auf Kupferdreher Seite, später dann entlang des Waldgebietes von Fischlaken. Wir können viele Wasservögel beobachten und genießen die Ruhe und Morgenstimmung am See. Wir treffen viele Jogger und auch einige Fahrradfahrer.

Der erste Halt ist dann auf halber Strecke auf dieser Seeseite am Haus Scheppen. Im Sommer treffen sich hier viele Motorradfahrer und alle, die sehen und gesehen werden wollen. Heute sitzen an der Kult-Bude nur einige Rentner.

Weiter geht’s entlang des Sees nach Essen-Werden, vorbei an einigen Ruder- und Segelclubs und einem Campingplatz direkt am See. Wir erreichen nach 7 km Strecke das Werdener Stauwehr. Hier arbeiten die Turbinen des Ruhrverbands. „Der Name Baldeneysee stammt daher, dass erste Planungen das Stauwehr in Höhe des Schlosses Baldeney im Ortsteil Baldeney vorsahen. Da sich dieses Vorhaben wegen zu geringen Gefälles und daher zu geringer Stromerzeugung als unwirtschaftlich herausstellte, entschied man sich, das Stauwehr weiter flussabwärts bei Werden zu errichten. Von dort erstreckt sich der Stausee heute bis zur Kampmannbrücke. Die ersten Arbeiten am See wurden in der Bevölkerung zunächst als ökologische Katastrophe gesehen, da sie ihr lieb gewonnenes Ruhrtal schwinden sah. Zum Bau des Sees wurden Grundstücke von Krupp benötigt. Als Gustav Krupp von Bohlen und Halbach aber zugesichert bekam, dass man den See von seiner Villa Hügel aus werde sehen können, stimmte er dem Bau zu….“ (Quelle: Wikipedia)

„Nach ersten Planungen im Jahre 1927 durch den ersten Ruhrverbands-Geschäftsführer Karl Imhoff, der weitere Ruhrstauseen plante, und der Stadt Essen entstand zwischen Juli 1931 und März 1933 in Werden ein Ruhr-Stauwehr. Der Baldeneysee war als Absetzbecken für Schwebstoffe errichtet worden, denn durch die Verbreiterung und die daraus verringerte Fließgeschwindigkeit konnte sich die Ruhr auf natürliche Weise durch Sedimentation und Abbau von Verunreinigungen durch Mikroorganismen selbst reinigen. Diese Aufgabe übernehmen heute in erster Linie zahlreiche Kläranlagen.“ (Quelle: Wikipedia)

Wir lassen nun das Wehr hinter uns und gelangen auf das beliebteste Teilstück des Sees, den Weg zwischen Stauwehr und dem Seaside Beach, einer Freizeit- und Erholungsanlage auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbads am Baldeneysee. „Am Nordufer eröffnete 1937 das Freibad Baldeney. Es diente bis 1984 als Freibad mit einem Schwimmerbecken, zwei Nichtschwimmerbecken und einem abgegrenzten, im Baldeneysee befindlichen Sprungbecken mit Sprungturm. Für Kinder gab es eine Wasserrutsche. … 1959 verzeichnete das Freibad Baldeney mit 327.800 Badegästen seinen höchsten Zulauf. Weil die Sanierungskosten für das inzwischen marode Bad zu hoch erschienen, wurden 1984 alle Schwimmbecken geleert und das Freibad geschlossen. …“ (Quelle: Wikipedia) Heute sind die Tore zum Seaside-Beach-Gelände geöffnet und wir können uns dort umsehen. Neben Beach-Volleyball-Feldern, Grillplätzen und verschiedenen Bars und Buden gibt es auch die Möglichkeit, Bogenschießen unter Anleitung auszuprobieren.

Weiter führt der Weg nun ein Stück vom Seeufer weg. Wir gelangen zum Turm der früheren Zeche Carl Funke und befinden uns nun am Ufer, das zum Stadtteil Heisingen gehört. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Brücke auf die Kupferdreher Seite, die uns zurück zu unserem Auto führt.