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Von Rüttenscheid nach Kettwig

Ausgehend von der Martinstraße im quirligen Rüttenscheid geht es heute durch den grünen Essener Süden ins beschauliche Kettwig mit seiner Fachwerk-Altstadt.

Zunächst folgen wir der Rüttenscheider Straße bis die Straßenbahn aus dem Tunnel kommt. Dann biegen wir links ab und nehmen die erste Möglichkeit rechts in den Wald. Nun geht’s von Grüngürtel zu Grüngürtel. Erst durch den Kruppwald neben dem Park der Villa Hügel, dann entlang der S-Bahnlinie 6 bis zur Bredeneyer Straße. Jetzt befinden wir uns im Heissiwald in der Nähe der Villa des früheren Vorsitzenden der Krupp-Stiftung Berthold Beitz. Parallel zum Wolfsbach halten wir uns weiter auf der Straße Wolfsbachtal. Hier bauen die Stadtwerke Essen gerade in einem Mammutprojekt neue Entwässerungskanäle.

Nach 8 Kilometern tauchen die ersten Häuser von Essen-Werden auf und wir queren hier den Schuirweg. Parallel zur Ruhrtalstraße, die die Stadtteile Werden und Kettwig entlang der Ruhr verbindet, geht es weiter durch lichten Laubwald. Nun befinden wir uns im Kettwiger Stadtwald. Nach 10 Kilometern tauchen die ersten Kettwiger Häuser auf und wir folgen weiter der Straße An der Nittlau und der Schmachtenbergstraße hinein in die Kettwiger Altstadt und das heute stattfindende Feuerwehrfest. Ganz Kettwig und Umgebung ist hier auf den Beinen und nutzt die zahlreichen Angebote zur Kinderbelustigung.

Wir erreichen nach 12 Kilometern am Marktplatz von Kettwig unser heutiges Ziel.

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Durch den Kruppwald zum Restaurant Zur Kluse

Wir starten am Restaurant Zur Kluse, wo wir einen schattigen Parkplatz finden. Zunächst begleitet uns der Hallsieper Bach, bevor wir nach etwa 800 Metern einen ersten Blick auf die Villa Hügel der Krupps erhalten. „Mit ihren 269 Räumen und 8100 m² Wohn- und Nutzfläche, umgeben von einem 28 ha großen Park, ist die Villa Hügel mehr als nur ein Unternehmerwohnsitz – sie ist ein Symbol der Industrialisierung Deutschlands. Die Villa Hügel, in den Jahren 1870 bis 1873 von Alfred Krupp (1812-1887) erbaut, sollte Wohnhaus und Refugium für sich und die Familie sein. Als 14-Jähriger hatte er beim Tod seines Vaters Friedrich Krupp (1787-1826) erste Verantwortung in der Firma Fried. Krupp übernommen und diese zu einem der bedeutendsten Industrieunternehmen des 19. Jahrhunderts ausgebaut. Die Villa bot auch den würdigen Rahmen für Repräsentation, Empfänge und Festlichkeiten. Kaiser und Könige, Unternehmer aus aller Welt, Politiker und Regierungschefs vieler Nationen waren hier zu Gast. Heute ist die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des gesamten Anwesens.“ (Quelle: www.villahuegel.de)

Über Schleifen und schattige Pfade geht es weiter durch den Kruppwald zu den Straßen Am Brandenbusch und Hügelweg. Dann halten wir uns wieder links und folgen dem Pfad durch den Wald entlang der Siedlung Brandenbusch in Bredeney. „Ab 1895 wurde die Siedlung Brandenbusch in unmittelbarer Nähe zur Villa Hügel von Friedrich Alfred Krupp nach den Plänen von Samuel Marx errichtet. Bis zu 600 Diener und Angestellte der Familie Krupp wohnten hier. Diese Siedlung wurde, ähnlich den Siedlungen Altenhof I und II, in Cottage-Bauweise errichtet, wobei einzelne Sichtfachwerkhäuser heute unter Denkmalschutz stehen. Die evangelische Kirche der Siedlung wurde 1906 von Karl Nordmann mit Bruchsteinsockel und Holztonnengewölbe errichtet. 1914 waren die letzten Bautätigkeiten in der Siedlung Brandenbusch beendet. Trotz Gründung kleinerer Zechen, wie Zeche Flöte, Zeche Trotz, Grunewald und Prinz Georg, und drei großen Ziegeleien wurde Bredeney ein bevorzugtes Wohnviertel mit einer Reihe von Bürgerhäusern.“ (Quelle: Wikipedia)

Als Nächstes geht es wieder bergab hinunter zu den Ufern des Baldeneysees. Auf den Wanderwegen neben der Freiherr-vom-Stein-Straße und Lerchenstraße kommen wir nach 6,5 Kilometern zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour.

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Vom Hügelpark nach Essen-Werden

Wir starten im schicken Essen-Bredeney und parken an der Frankenstraße. Über die kleine Straße Am Tann geht es in den Kruppwald. Hier ist das Ruhrgebiet grün und wild.

Nach 3 Kilometern überqueren wir die Bredeneyer Straße und gelangen in den Heissiwald. „Seit über 40 Jahren besteht nun schon das Wildgatter Heissiwald. Anfänglich ästen hier 6 Stücke Rotwild und ein Rudel Damwild. 1982 überstand das Wildgehege eine anstehende Schließung durch die Stiftung der Stadtsparkasse Essen, die vier eurasische Wildschafe (Mufflons) dazu erwarb. Heute leben in dem 6 ha großen Areal 6 – 8 Stück Rotwild und 6 – 8 Stücke Damwild mit Kälbern, 6 Wildschweine (Schwarzwild) mit jährlich ca. 6-15 Frischlingen sowie 6 – 9 Mufflons (Wildschafe) mit ihren Lämmern.“ (Quelle: Internetseite der Stadt Essen). Wir beobachten Damwild und Wildschweine, die sich ganz dicht am Zaun aufhalten.

Weiter geht es durch den grünen Essener Süden bergab in den Ortsteil Werden. „Die Entstehung Werdens geht auf das Wirken des Hl. Liudger zurück, der am Ende des 8. Jahrhunderts (um 799) das Benediktinerkloster Werden gründete. Seitdem siedelten sich Menschen um das Kloster an. Im Jahre 1317 erhielt Werden die Stadtrechte, eigene Mauern und Tore. In der Kellerei des Stiftes Werden ist im Heberegister Ende des 14. Jahrhunderts von der „Flur under der Levendaell“ die Rede. Nach dieser Flurbezeichnung erhielt schließlich 1934 die alte Bahnhofstraße ihren Namen Im Löwental. Weitere Schreibweisen waren Leyendall, Lyevendaell oder Lewendaill. Ebenfalls ist hier ein Levenkotten und der Familienname Leve bzw. Leven bezeugt. Im Jahr 1498 brannte fast die gesamte Stadt Werden nieder. Die Stadtherren waren die Äbte von Werden. Das Kloster hatte ursprünglich eine große Zahl an Besitzungen, zu denen die heutigen Essener Stadtteile Bredeney, Heisingen, Schuir, Kettwig, Fischlaken, Heidhausen, Kupferdreh und Byfang sowie Hetterscheid im heutigen Heiligenhaus, auch als Werdener Land bezeichnet, gehörten. Im Jahre 1803 jedoch war es mit der Herrschaft der Äbte vorbei, die Abtei wurde wie viele andere Klöster, dazu gehörte auch das Stift Essen, im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert.“ (Quelle: Wikipedia)

Wir machen Rast im Dolcinella, einem netten Café im Löwental. Dann überqueren wir die Ruhr und laufen am romantischen Seitenarm des Flusses entlang zum Werdener Stauwehr. Vor uns erstreckt sich der Baldeneysee, der bei bestem Ausflugswetter viele Gäste und Segler anzieht. Am Seeufer entlang geht es weiter bis zum Regatta-Turm und dann halten wir uns nach einem kurzen Stück entlang der Lerchenstraße wieder rechts, um in den Kruppwald abzubiegen. Jetzt geht es stetig bergauf und immer neben dem Park der Villa Hügel weiter, dem früheren Wohnsitz der Familie Krupp. Nach 11 Kilometern endet die Tour wieder an der Frankenstraße.