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Haus Morp und Rotthäuser Bachtal

Heute starten wir in Düsseldorf-Gerresheim am Ende des Peckhausweges. Dort gibt es morgens noch ausreichend Parkplätze.

Zunächst folgen wir dem Pillebach, bevor wir rechts den Dernbuschweg nehmen. Danach geht es ein kurzes Stück einen Reitweg entlang, bevor wir weiter der Straße Schäpershof folgen. Sie bringt uns direkt ins Rotthäuser Bachtal. Der Wanderweg entlang der zahlreichen Fischteiche mit Wasservögeln in absoluter Ruhe ist teilweise schlammig. Unsere Erfahrungen von früheren Wanderungen zeigen, dass auch eine lange Trockenperiode hier den Schlamm nie ganz verschwinden lässt. Aber die in die sumpfigen Stellen gelegten Äste helfen und schulen gleichzeitig den Gleichgewichtssinn.

Nach einem Abstecher auf den benachbarten Hügel Richtung Restaurant Kaiserhaus sehen wir durch den lichten Buchenwald bereits Gut Papendelle, erstmals erwähnt 1462 und heute von der Familie Wilhelm Becher bewirtschaftet. Zum Gut gehören neben Rindern und Gänsen auch die beiden auf den Bildern gezeigten Karpfenteiche. Und der Fischreiher sitzt bereits über dem Wasser im Baum und lauert auf Beute (leider nicht im Bild).

Weiter geht’s am Rotthäuser Bach entlang bis zum Park von Haus Morp. „Das Haus Morp ist ein in Erkrath gelegenes, unter Denkmalschutz stehendes Herrenhaus mit angrenzendem Park (zur Villa Grillo) und einer Hofanlage (ehemaliges Nonnenstift, Rittergut und Bauernhof und nun gewerblich genutzt). Von 1956 bis 1993 betrieb hier die Familie Waden Vieh- und Landwirtschaft. Im Jahr 1991 erwarb Dieter Kotulla das Anwesen von den Grilloschen Erben. Der geschlossene Hof der Anlage dient nach umfangreichen Renovierungen als Atelier.“ (Quelle: Wikipedia) „Die geschichtsträchtige Vergangenheit des ehemaligen Rittergutes und landwirtschaftlichen Anwesens Haus Morp lässt sich bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Das heutige „Morp“ ist als „Morafa“ überliefert und man kann schon den Ursprung, das Moor, heraus hören. Das Wortende steht für Gewässer: Haus Morp war ehemals eine Wasserburg. Dicht vorbei führte ein historischer Handelsweg, der seit dem Mittelalter „Mauspfad“ genannt wird. So ist er auch heute noch kartographiert.“ (Quelle: Internetseite des Ritterguts Morp). Auf den Bildern ist das von der Familie Grillo bewohnte und als Forsthaus Morp bezeichnete Gebäude gegenüber des Guts Morp zu sehen.

Nach diesem Abstecher geht’s zurück nach Düsseldorf und immer entlang des Gerresheimer Waldfriedhofs. Nach 10 Kilometern sind wir zurück in städtischen Gefilden und gehen parallel zum Pillebach neben einer Kleingartenanlage und Tennisplätzen bis zum Start im Peckhausweg.

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Von Gerresheim durchs Rotthäuser Bachtal

Heute Morgen scheint die Sonne und es ist erst 16°C warm. Unser Startpunkt ist der S-Bahnhof Düsseldorf-Gerresheim. Von dort geht es zunächst über einige (Haupt-)Straßen in das nahegelegene Landschaftsschutzgebiet, das Morper Bachtal. Wir biegen nach etwa 2 km links ab und kommen zum Gut Papendelle. Jetzt folgen wir dem Rotthäuser Bach und sind mitten im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet. Entlang des Baches gibt es zahlreiche Teiche und der Wanderweg ist hier oft schlotzig vom nahen Feuchtgebiet und dem Bach.

„Das Rotthäuser Bachtal steht seit 1984 unter Naturschutz und ist gleichsam als FFH-Gebiet ausgewiesen. (FFH- Gebiete sind Gebiete, die für das Schutzgebietssystem „Natura 2000“ ausgewählt wurden.) Das Besondere an dem Tal sind seine Feuchtbiotope, der Bach, der ihm den Namen gab, seine Quellen, die zahlreichen Fischteiche und ausgedehnte Schilfflächen. Hinzu kommen wertvolle Erlen-, Eschen- und Weichholzauenwälder sowie Hainsimsen-Buchenwälder. So zeigt sich auf engem Raum eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft. Im Rotthäuser Bachtal zeigen sich seltene Tierarten wie Teichrohrsänger, Rohrammer und Eisvogel sowie Libellen wie die „Blaugrüne Mosaikjungfer“. Auch die Pflanzenwelt ist artenreich vertreten, darunter auch nach der „Roten Liste“ bedrohte Pflanzen, wie der Riesen Schachtelhalm oder die Brunnenkresse. Aber auch geologisch ist das Rotthäuser Bachtal interessant. Die Talhänge sind unterschiedlich ausgebildet, das heißt die westliche Talseite ist wesentlich flacher als die Ostseite und wird daher vornehmlich landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirtschaft wird durch die mächtige Lössauflage begünstigt, da sich auf dem Löss die fruchtbare Parabraunerde gebildet hat. Diese Talseite ist mit erosionsbedingten Spülrinnen durchzogen, in denen sich heute zum Teil die Zufahrtswege zu den Höfen befinden. Der Name „Papendeller Weg“ (Delle = Eintiefung) greift diesen Umstand auf.“ (Quelle: Internetseite der Stadt Düsseldorf)

Nach insgesamt 5 km halten wir uns wieder links und folgen nun ein Stück dem Pillebach. Über die Bergische Landstraße und den Ratinger Weg gelangen wir in den Grafenberger Wald und durchqueren den Grafenberger Wildpark. „Das erstmals 1927 angelegte Gehege umfasste damals nur 10 Hektar und beherbergte Dam- und Rehwild. Im Krieg 1944 wurde der Park geschlossen, 1952 auf 30 Hektar erweitert und neu eröffnet. Heute ist das Gehege 40 Hektar groß und alles andere als ein Zoo. So werden die Tiere im Wildpark nicht präsentiert; sie entscheiden vielmehr selbst, wann sie sich den Menschen nähern und zeigen. In weitläufigen, naturnah gestalteten Gehegen sind Rothirsche, Rehe, Muffelwild und die bei den jüngsten Besuchern so beliebten Wildschweine zu Hause. Eine Besonderheit ist das Damwild-Freigehege. Hier kann das Wild, wenn es denn selbst will, hautnah erlebt und von den Kindern gefüttert werden. Weitere Parkbewohner sind Fasane und Rebhühner sowie im speziellen Raubwildgehege Füchse, Iltisse, Wildkatzen und Waschbären. Bienenhaus, Naturteich und Ameisenhaufen runden die heimische Tierfamilie des Wildparkes ab. Füttern dürfen die Besucher das Damwild und die Wildschweine in Maßen und zwar mit Rohkost (Möhren, Kohlrabi, Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Eicheln und Kastanien). Nudeln enthalten zu viele Kohlehydrate und sind deshalb keine geeignete natürliche Nahrungsgrundlage für die Wildtiere.“ (Quelle: Internetseite der Stadt Düsseldorf)

Wir erleben das Damwild bei unserer kurzen Stippvisite hautnah. Da wir aber nichts zum Füttern dabei haben, suchen sich die Tiere recht schnell andere Besucher als Ziel.

Entlang der Rennbahnstraße und Torfbruchstraße gehen wir nun zurück in bewohnte Gebiete. Zunächst durch einige Grüngürtel, dann durch alte Siedlungen. Nach 3,5 Stunden erreichen wir wieder den S-Bahnhof Düsseldorf-Gerresheim, wo unser Auto auf uns wartet.

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Durchs Rotthäuser Bachtal zum Stinderbach

Heute Vormittag scheint die Sonne und es ist bereits angenehm warm mit 15°C. Der Ausgangspunkt unserer heutigen Tour ist eine ruhige Seitenstraße in Düsseldorf am Eingang zum Rotthäuser Bachtal.

Von dort geht es zunächst stetig bergauf bis zum Rotthäuser Weg. Dann gelangen wir zum Rotthäuser Bach, den wir überqueren. Wir halten uns rechts, um einen schönen Blick auf Gut Papendelle zu bekommen. Das Gut liegt idyllisch in den Teichanlagen des Rotthäuser Bachtals. Wir können seltene Enten und Schwäne auf dem Wasser beobachten.

Zurück halten wir uns rechts und folgen nun dem Neanderlandsteig. Über den Hubbelrather Weg gelangen wir zum Stinderbach. Ein wunderschönes Naturschutzgebiet umgibt den Bach und seine aufgestauten Teiche. Im Zentrum liegt ein Baudenkmal und gleichzeitig die Ausflugsgaststätte im Tal, die Stindermühle. Hier genehmigen wir uns ein Eis und machen etwas Rast in der Sonne. Die Mühle ist auch für Radler ein beliebter Anlaufpunkt.

Nach insgesamt 8,5 km erreichen wir den Nösenberg. Jetzt verlassen wir das Stinderbachtal und folgen der Bergischen Landstraße. Nach der Auffahrt auf die A3 nehmen wir links den Weg zum Gut Bruchhausen. Das Gut ist in einem sehr gepflegten Zustand und von einem Park mit sehr altem Baumbestand umgeben. Heute wird hier Fertigrasen produziert und verkauft. Wikipedia weiß Folgendes zu diesem Anwesen: „Unweit des Dorfes Hubbelrath im Hubbelrather Bachtal liegt der 1218 erstmals urkundlich erwähnte Stammsitz der Ritter von Broichhausen. Das heute existierende Gebäude im Stil des sogenannten „rheinischen Spätbarocks“ wurde im 20. Jahrhundert für den Unternehmer Alfred Haniel erbaut. Die im Park stehende Stieleiche wurde 1679 gepflanzt und ist somit die älteste Eiche Düsseldorfs.“

Die gepflasterte Straße vom Gut bringt uns zur Erkrather Landstraße, der wir nun folgen. Es geht vorbei an Gut Mydlinghoven. „Ritter Wilhelm von Haus zu Haus in Ratingen baute 1460 die am Hubbelrather Bach rund einen Kilometer südlich von Gut Bruchhausen gelegene Wassermühle zur Wasserburg aus. 1915 wurde sie zum Gestüt und Erholungshof für Grubenpferde ausgebaut. Heute beherbergt Mydlinghoven Wohnungen einer Genossenschaft die dort Cohousing als moderne Wohnform betreibt.“ „Eine Cohousing-Siedlung ist eine geplante Gemeinschaft, die aus privaten Wohnungen oder Häusern besteht, die durch umfangreiche Gemeinschaftseinrichtungen ergänzt werden. Eine Cohousing-Siedlung ist Eigentum der Bewohner und wird gemeinsam geplant und bewirtschaftet, mit dem gemeinsamen Ziel, die Interaktion mit Nachbarn zu fördern.“ (Quellen: Wikipedia)

Wir biegen links ab in die Straße Zum Höltgen und erreichen das Restaurant Kaisershaus, unser heutiger Rastpunkt. Hier haben wir einen Tisch reserviert. Der Biergarten bietet aber auch Platz für spontane Gäste.

Vom Restaurant geht es zurück ins Rotthäuser Bachtal und zum Ausgangspunkt unserer Tour am Peckhausweg.