Tour durch die Lippeauen bei Lünen

Heute zieht es uns zur Lippe nach Lünen. Das Auto lassen wir am Lippe Bad stehen und durchlaufen den schön gestalteten Lippe Park am Ufer des Flusses. Immer an den Flussauen entlang führt der Weg zum Fuchsbach. In der Nähe weiden schottische Hochlandrinder, die als Busch- und Rasenmäher die Auen im heutigen Zustand erhalten.

Bis zum Wendepunkt in der Nähe des stillgelegten STEAG-Kraftwerks Lünen sind es 3,5 Kilometer. Zurück führt der Weg entlang einer Kleingartenanlage und am Segelflugplatz Lünen-Lippeweiden vorbei. Nachdem wir den Fluss über die Brücke der Konrad-Adenauer-Straße überquert haben, sind wir wieder im Lippe Park und damit am Ziel.

Rund um die Burg Vischering

Heute starten wir in dem schönen Städtchen Lüdinghausen. „Lüdinghausen (plattdeutsch: Lünkhusen oder Lünksel) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen südwestlich von Münster im Kreis Coesfeld. Lüdinghausen besteht aus seiner Kernstadt und dem Stadtteil Seppenrade.“ (Quelle: Wikipedia)

Vom Parkplatz der Burg Vischering gelangen wir zunächst auf den Burghof. Hier gibt es ein Café mit köstlichen Kuchen und Torten (http://www.cafe-terjung.de/) und der Bäcker bietet auch frisches Brot und Backwaren im eigenen Backstübchen an. Der Fernsehkoch Björn Freitag hat in eben dieser Backstube frisches Brot gekauft, als er mit Frank Buchholz gemeinsam für den WDR im Hausboot für die Sendung „Lecker an Bord“ unterwegs war. Wir tun es ihm nach und decken uns mit frischem Stuten und Weizen-Schmalz-Brot ein.

Dann umrunden wir entlang des früheren Burggrabens, des Flüsschens Vischering-Stever, die Burganlage. Entlang der Stever geht es nun auf der Straße Elvert weiter. In der zu Lüdinghausen gehörenden Ortschaft gleichen Namens kämpfen die Bürger mit einer Initiative gegen geplante Windkraftanlagen.

Über einen Waldweg kommen wir zum Gronenbach und von dort weiter auf den Erbdrostenweg. Zum Ursprung des Namens finden wir auf der Internetseite des Erbdrostenhofs Folgendes: „Im frühen Mittelalter verliehen die Kaiser und Könige ihren Gefolgsleuten besondere Ämter. Auch die Fürstbischöfe von Münster, die seit ca. 1200 selbständige Landesherren waren, zeichneten Personen ihres Vertrauens dadurch aus, dass sie ihnen Hofämter übertrugen, u.a. das Amt des Drosten. Der „Droste“ (auch Truchsess genannt) war der oberste Verwaltungsbeamte des Fürstbischofs von Münster und war als solcher für die Verwaltung der fürstbischöflichen Güter und Ländereien zuständig. Weitere Hofämter waren der „Marschall“ (Pferde und Fuhrpark), der „Mundschenk“ (Küche) und der „Kämmerer“ (Finanzen). Die Hofämter waren mit bestimmten Lehnsgütern ausgestattet. Der „Droste“ erhielt im Jahre 1271 die Burg Vischering in Lüdinghausen als Lehen. So kam es zum Namen „Droste zu Vischering“. Im Laufe der Zeit wurden die Lehen bei den Inhaberfamilien erblich. Daher nannte man die Hofämter auch Erbämter und den Drosten „Erbdroste“. Im Jahre 1840 wurden die Erbämter vom preussischen König als Titel für die betreffenden Familien nochmals bestätigt. Eine eigentliche Amtsfunktion hatten diese Titel aber schon damals nicht mehr.“

Bei Kilometer 6,5 biegen wir links in die Straße Berenbrock, der wir bis zum Philosophenweg folgen. Über den Klutendamm kommen wir zurück auf den Erbdrostenweg, der uns zur Burg Vischering zurück bringt.