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  • Hohenstein und Borbach in Witten

    Hohenstein und Borbach in Witten

    Heute Morgen ist es stark bewölkt und 6°C kalt. Wir fahren etwa 30 Minuten zum Wanderparkplatz Hammerteich in Witten. Kurz vor unserem Parkplatz sehen wir noch einen Museumszug mit einer Dampflok den Ruhrviadukt überqueren. Leider war die Kamera noch nicht startklar.

    Unsere Tour beginnt im Wald und führt direkt erstmal 20 Höhenmeter hinauf. Dann folgen wir dem Weg durch den Wittener Stadtpark. Weiter geht’s vorbei am Familienfriedhof Lohmann. Friedrich Lohmann gründete 1790 eine Stahlfabrik. Seine Erben führen inzwischen in 7. Generation das Unternehmen als Friedr. Lohmann GmbH Werk für Spezial- & Edelstähle in den Wittener Stadtteilen Herbede und Annen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 350 Mitarbeiter. (Quelle: www.lohmann-stahl.de)

    Über den Helenenbergweg und die Egge gelangen wir zum Bett des Borbachs. Er speist neben dem Hammerteich auch zahlreiche kleinere Teiche, die an dieser Stelle gerade von der Stadt Witten aufwändig saniert werden.

    Wir folgen immer dem Bach bis zur Straße Kohlensiepen. Jetzt sind wir in Witten-Annen. Der Weg führt durch eine kleine Siedlung und dann halten wir uns links und gelangen in den Wald. Immer noch begleitet uns der Borbach.

    Nach insgesamt 6 km biegen wir rechts ab und gelangen über den Kermelberg in eine ruhige Siedlung. Hier gibt es auffallend große Parkplätze für „Sun Dortmund“. Das Rätsel wird einige hundert Meter später gelöst: Neben uns befindet sich ein großes Gelände eines FKK-Vereins, sehr gut gegen Blicke und Eindringlinge geschützt. Wir hatten uns schon gefragt, was mit einem 2,50 m hohen Zaun mit Stahlspitzen und blickdichtem Flies gesichert werden muss.

    Über die Wilhelm-Huck-Straße gelangen wir zum Kermelbach, den wir überqueren. Durch den Wald geht’s zum Appelsiepen und dann weiter immer auf dem Wartenbergsweg bis zum Wanderparkplatz Kohlensiepen. Wir laufen über 2 km auf Asphalt, begegnen aber nur einem Auto. Vor dem Wanderparkplatz ist eine große Wiese eingezäunt, auf der eine Gruppe Esel grast. Die Tiere sind ungewöhnlich klein und lassen sich von uns und dem Verkehr auf der nahen Landstraße nicht stören.

    Zurück im Naherholungsgebiet Hohenstein folgen wir dem Weg, bis wir zum Louis-Berger-Denkmal gelangen. Von hier haben wir einen herrlichen Blick nach Süden über das Ruhrtal. Das Denkmal besteht aus Ruhrsandstein und hat eine Treppe. Von oben ist der Blick noch imposanter. Die Turngemeinde Witten von 1848 – einer der ältesten Sportvereine Deutschlands – erbaute das Denkmal zu Ehren ihres Mitbegründers Louis Constanz Berger (1829–1891), eines Wittener Industriellen und Parlamentariers des Deutschen Reichstages. Das Denkmal ist 21 Meter hoch und steht auf den Ausläufern des Ardeygebirges. (Quelle: Wikipedia) Es ist Teil der Route der Industriekultur.

    Über einen schönen Wanderweg steigen wir etwa 40 Höhenmeter ab und gelangen über die Straße Hohenstein zurück zu unserem Auto. Auch diese Tour eignet sich mit ihren insgesamt rund 300 Höhenmetern ganz gut zur Vorbereitung auf einen Urlaub in den Bergen.

  • Von Witten zum Haus Schede in Herdecke

    Von Witten zum Haus Schede in Herdecke

    Es ist noch leicht bewölkt und 5°C kühl an diesem Morgen. Unsere heutige Tour startet in Witten und hat es in sich. Nach 30 Minuten Fahrt sind wir am Wanderparkplatz Kohlensiepen angekommen und laufen los.

    Zunächst geht es durch den Wald und immer am Borbach entlang. Dann folgt der Weg dem Kermelbach. Eine alternative Route führt direkt durch das Naturschutzgebiet Kermelbach. Die haben wir aber nicht genommen. Über ruhige Anliegerstraßen gelangen wir in die Siedlung am Bergweg. Als die schmucken Einfamilienhäuser von Hochhäusern abgelöst werden, halten wir uns links und biegen dann in einen unscheinbaren Fußweg, der uns nah ans Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke führt. Jetzt geht es durch einen schönen Grüngürtel parallel zur Ender Talstraße. Hier gibt es einige Teiche, an denen man mit Geduld und Glück sogar Eisvögel beobachten kann (Tipp eines Anwohners).

    Wir lassen die Straße hinter uns und gelangen nun auf den Ruhrhöhenweg des Sauerländischen Gebirgsvereins. Vorbei an einem schönen Fachwerkhaus geht es in den nächsten Wald. Von den Höhen des Nacken (188 m) hat man eine tolle Sicht über die Ruhr und das Ruhrtal. Der Weg folgt dem Ufer des Harkortsees und führt zum Schnodderbach.

    Nachdem wir den Bach gequert haben, erreichen wir nach einigen Metern das Gut Schede.  Es „ist ein Adelssitz und heutiger Bauernhof, der bis auf das 9. Jahrhundert zurückgeht und auch Haus Schede genannt wird. Ältester erhaltener Teil des auf einer Anhöhe des Ardeygebirges über der Ruhr gelegenen Gutes ist ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem ab 1640 der Richter Reinermann zu Wetter als Besitzer lebte. Ab 1748 lebte hier die Familie des Industriellen Peter Harkort, die mit dem Bau eines Rohstahlhammers im benachbarten Ort Wetter im Rahmen der Industrialisierung den Beginn der Eisen- und Stahlerzeugung im Ruhrgebiet mitgestaltete. Friedrich Harkort, der 1880 starb, wurde im Wald von Gut Schede in der nahen Erbbegräbnisstätte Harkort beigesetzt. Das Herrenhaus wurde 1810 aus Ruhrsandstein errichtet und innen zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf Vermittlung des Mäzens Karl Ernst Osthaus durch die Architekten und Designer Henry van de Velde und Peter Behrens umgestaltet. Gut Schede befindet sich bis heute im Eigentum der Familie Harkort und ist als Privatbesitz nur eingeschränkt zugänglich; öffentlich erreichbar ist es nur zu Fuß.“ (Quelle: Wikipedia)

    Weiter geht es über Wald- und Feldwege zum Dachsgraben. Die Pfade sind schmal und wegen des Regens der letzten Tage etwas schlammig. Aber außer ein paar Mountainbikern und wenigen Hundebesitzern treffen wir auf unserem Weg kaum eine Menschenseele. Kurz vor dem Gelderbachweg queren wir über eine schmale Furt den Gelderbach und müssen nun einen steilen Berg hinauf. Über den Gipfel des Wartenbergs (245 m) geht es auf den Wartenbergweg und von dort zurück zum Wanderparkplatz.

    Fazit: Diese Tour ist ein hervorragendes Training für den Urlaub in den Bergen und wir werden im Sommer wiederkommen.

  • Durch den Durchholzer Wald

    Durch den Durchholzer Wald

    Heute Morgen ist es sonnig und hat Minusgrade. Wir fahren etwa 30 Minuten nach Witten ins Hammertal, wo auf dem REWE-Parkplatz unsere heutige Tour startet.

    Soviel vorweg: wer gern an der Autobahn oder über verkehrsreiche Landstraßen wandert, wird die erste Hälfte dieser Tour lieben. Wir eher nicht. Aber der Reihe nach.

    Das erste Teilstück führt über Anliegerstraßen vorbei am Wetterkamin Witten, einem Teil der Route der Industriekultur. Der Wetterkamin ist der einzige erhaltene seiner Art und gehörte zur örtlichen Zeche. Durch ihn wurden die Abgase der untertägigen Dampfmaschine zur Kohleförderung abgeleitet und gleichzeitig die Bergleute in der Grube mit Frischluft versorgt. (Quelle: Wikipedia)

    Über die Straßen Waldweg und Am Köller gelangen wir zur A 43, die wir unterqueren und dann ein gutes Stück Richtung Süden neben uns haben. Wir gelangen auf die Route der ehemaligen Kohlenbahn Bossel-Blankenstein auf dem Pleßbachweg. Er wurde als Bergbau-Rundwanderweg vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. angelegt und informiert mit Schautafeln über die Geschichte der örtlichen Kleinzechen, wie zum Beispiel der Zeche Tinsbank (erschlossen bereits
    1754), an deren Lagerplatz sich heute eine Ziegenweide befindet.

    Nach dem Pleßbach folgen wir dem Schlagenbach, der uns zur Wittener Straße führt. Jetzt müssen wir über 1 km entlang dieser Landstraße ohne Fußweg am Fahrbahnrand laufen, bevor wir rechts in den Wald abbiegen. Es folgt ein kurzes Stück schöner Natur, dann erreichen wir die Bommerholzer Straße, der wir wieder ohne Fußweg etwa 350 m folgen müssen. Nun geht es über 1 km auf der Kellerstraße weiter, wo wir einigen Anliegerverkehr haben, aber auch schöne Häuser sehen. Wir halten uns rechts und gelangen nun zum Muttenbach, der uns ein Stück begleitet.

    Jetzt sind wir im Durchholzer Wald angekommen und die Asphaltrunde findet ein erstes Ende. Es gibt einen gut ausgebauten breiten Wanderweg, der sehr beliebt bei den örtlichen Hundebesitzern und Spaziergängern ist. Entlang eines Seitenbachs des Muttenbachs gelangen wir zur Durchholzer Straße, die wir kurz queren, um dann erneut in den Wald abzubiegen. Es folgt das ruhigste und schönste Stück der heutigen Wanderung. Wir treffen 3 Männer, die die Stihl-Säge kreisen lassen und schon jede Menge Kaminholz auf ihrem PKW-Hänger geladen haben. Entlang des Kämperbachs geht’s auf schmalen Pfaden mitten durch den Wald zurück Richtung Hammertal. Ein schönes Stück führt uns auch am Waldsaum entlang und wir genießen die Natur. Wo die Sonne den Boden erreicht, taut es und der Boden ist schlammig. Aber auf den schattigen Wiesen liegt noch der Schnee des letzten Wochenendes. Der Weg bringt uns zurück zur A 43, die wir hier überqueren und in die Zielstraße Rehnocken einbiegen. Ein kurzes Stück durch die Siedlung mit den schmucken Einfamilienhäusern und wir sind wieder an unserem Auto.